Planungshinweis
Planungsprozess
Ein Sonnenschutzprodukt, welches alle Funktionen erfüllt gibt es nicht.
Die Lösung kann entweder nur ein guter oder schlechter Kompromiss sein oder die Kombination mehrerer funktionalen Elemente.
Zum Beispiel: Sonnenschutz vollflächig außen, Blendschutz im Sichtbereich innen, Tageslichtlenkung über Kopf, Insektenschutz vollflächig und dicht.
Checkliste
- Anforderungen des Planers, Bauherrn bzw. Nutzers definieren
- Anforderungsprofil für jeden Raum festlegen
- Festhalten individueller Wünsche
- Berücksichtigung von Auflagen und Normen
- Gewichtung der Forderungen
- Anforderungsprofil für Beschattungssystem ableiten
- Lösung suchen und Produktauswahl treffen
Mehr Hitzeschutz oder mehr Tageslicht
Im Zuge des großflächigen Einsatzes von Glas in der zeitgenössischen Architektur wird das Interesse vor allem auf Sonnenschutzgläser und ihren Gesamtenergiedurchlassgrad (g-Wert) gelenkt, denn ein niedriger g-Wert schützt Gebäude vor Überwärmung und senkt den Kühlenergiebedarf.
Da ein effektiver, fix ins Glas eingebauter Sonnenschutz (unsichtbarer Metalloxidschichten) aus physikalischen Gründen stets mit einer Verringerung der Lichttransmission einhergeht, gilt es bei jedem Planungsprozess die maßgeblichen Parameter zu gewichten.
Den Energieeintrag kann man durch bau- und fassadentechnische Maßnahmen gut beherrschen, eine effektive Tageslichtnutzung setzt jedoch immer Gläser mit hohem Lichttransmissionswert von > 70% voraus und somit auch einen g-Wert von mindesten 0,55!
Planungsfrage Bedienung
In Zeiten von hoch gedämmten Fassaden und Fenstern sind Durchführungen für Kurbeln, Schnüre und Gurte vor allem dann unerwünscht, wenn sich Wärmebrücken bilden können. Motorisch betriebener Sonnenschutz sichert die Qualität einer dichten Gebäudehülle, Voraussetzung ist jedoch eine entsprechende Elektroplanung und eine hochwertige Ausführung der Installationsarbeiten.

