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Sehen und Wahrnehmen

Visuelle Wahrnehmung

Der Mensch ist ein Augentier, etwa 90% aller Informationen nimmt er über den Sehsinn auf!

Visuelle Wahrnehmung ist die Fähigkeit visuelle Reize zu erkennen, zu unterscheiden und sie durch Vergleichen mit früheren Erfahrungen zu interpretieren. Die Interpretation des visuellen Reizes erfolgt im Gehirn, nicht durch die Augen. Die visuelle Wahrnehmung ist von großer Bedeutung für das Erlernen von Lesen, Schreiben, Rechnen und allen anderen Fertigkeiten, die für den Schulerfolg notwendig sind.

Der menschliche Sehsinn ist sehr leistungsfähig; mit ihm kann man Größe, Form, Farbe und die Bewegung von Objekten erkennen, den Abstand zwischen Objekten abschätzen, räumliche Tiefe wahrnehmen und unvollständige Bilder sinnvoll ergänzen.

Grundvoraussetzung für einen leistungsfähigen Sehsinn ist die Beleuchtungsqualität - beispielsweise führt eine veränderte Lichtfarbe, zu geringe oder zu hohe Beleuchtungsstärke zu einer Störung der visuellen Wahrnehmung. Störungen werden häufig unbewusst wahrgenommen und äußern sich in Form von Leistungsschwäche, Konzentrationsschwäche, Ermüdung und Motivationsmangel.

Tageslicht und  Wahrnehmung

Um den Vorgang des Sehens und Wahrnehmens verstehen zu können, muss man sich mit drei verschiedenen Wissenschaften beschäftigen.

  • Physik
  • Physiologie
  • Psychologie

Aus physikalischer Perspektive ist Licht (Wellenlänge, Farbe und Intensität) für eine visuelle Wahrnehmung entscheidend.   

Das menschliche Auge kann nur einen Teil des von der Sonne ausgesendeten Strahlung als Licht wahrnehmen.

Objekte können visuell nur wahrgenommen werden, wenn sie Licht reflektieren oder selber Licht aussenden.

Visuelle Wahrnehmung beginnt beim Licht. Natürliches Licht kann durch Kunstlicht nicht ersetzt werden, aus diesem Grund dürfen bspw. keine Schulen, Büros oder Wohnräume ohne Tageslicht gebaut werden. Tageslicht richtig dosiert in Gebäude zu transportieren ist eine der Aufgaben von Beschattungssystemen.

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